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Kapitel 0

0.3
Begriffsklärung: Ikonographie, Ikonologie

Der Autor differenziert zunächst zwischen beiden Grundbegriffen der Ikonographie und der Ikonologie, die in der Literatur gern synonym verwendet werden. Unter Ikonographie, dem „Bildschriftlichen“, versteht er die Gesamtheit bildlicher, architektonischer oder figürlicher archaischer Darstellungen sowie deren stilistische, methodische, materielle und technische Erfassung und Erforschung innerhalb ihres kulturellen Umfeldes.

Ikonologie versteht sich hier, anders als bei der auf schriftlichen Quellen basierenden historischen Ikonologie, als autarke Bildsprachanalyse, einschließlich Symbologie, Allegorese und interkulturelle Vergleichsanalytik, basierend auf ikonographischen wie archäologischen Befunden, Datierungen und sonstigen wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Betrachtungsgegenstand.

Zielstellung: Auf prähistorische Wissensstände, Weltbilder, Kultvorstellungen, mythische Elemente und über diese auf soziokulturelle und gesellschaftliche Entwicklungen in zumeist schriftlos gebliebenen Kulturen rückzuschließen, um so den archäologisch naturwissenschaftlichen, rein materiell dotierten Forschungsansatz mit dem geisteswissenschaftlichen Ansatz zur Erforschung der ideellen Entwicklung des Menschen endlich zu einer ernsthaft holistischen Wissenschaft zu verschmelzen.

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